Pflanzen - Freunde fürs Leben

Pflanzen - Freunde fürs Leben
Unsere Vorfahren wussten viel über den Genuss und die Wirkung von Wildpflanzen. Viele Krankheiten heilten sie mit Kräutern. Dieses alte Wissen steckt in vielen Kräuterbüchern und war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Pflanzen – Freunde fürs Leben

Pflanzen sind wie Freunde – sie sind stets da, wenn man sie braucht! Und sie sind da, auch wenn man sie gerade nicht braucht! Wie gut kennen Sie eigentlich die Pflanzen in ihrem Garten, vor der Haustür, auf der Wiese oder im Bruchwald hinter dem Feld?

Von Pflanzen können 
wir viel lernen

Mich begeistern Pflanzen seit mehr als zwei Jahrzehnten. Während des Studiums in Eberswalde lernte ich Pflanzen zu bestimmen. Und selbst die Gräser, die auf den ersten Blick alle gleich aussahen, ließen sich nach und nach leichter unterscheiden, sogar im nichtblühenden Zustand.

Von Pflanzen können wir viel lernen, z. B. wie der Boden unter ihnen beschaffen ist, wie viel Nährstoffe oder Wasser in ihm gespeichert werden können. Sie zeigen uns deutlich, ob sie die Einwirkungen der menschlichen Nutzung vertragen oder nicht.

Ampfer gehört zur Gattung der Knöterichgewächse. Der frische Saft, die Blätter und die getrockneten Wurzelstöcke sind wirksame Heilmittel. Die Blätter lassen sich als Salat oder wie Spinat zubereiten. Bereits im Mittelalter wurde die blutreinigende, harntreibende und leicht abführende Wirkung eines aus Ampferblättern hergestellten Salates geschätzt. Der getrocknete Wurzelstock wirkt abführend, die Früchte sind ein bewährtes Mittel gegen Durchfall. Illustration: Olaf Thiede
Ampfer gehört zur Gattung der Knöterichgewächse. Der frische Saft, die Blätter und die getrockneten Wurzelstöcke sind wirksame Heilmittel. Die Blätter lassen sich als Salat oder wie Spinat zubereiten. Bereits im Mittelalter wurde die blutreinigende, harntreibende und leicht abführende Wirkung eines aus Ampferblättern hergestellten Salates geschätzt. Der getrocknete Wurzelstock wirkt abführend, die Früchte sind ein bewährtes Mittel gegen Durchfall. Illustration: Olaf Thiede

Unsere Vorfahren wussten viel über den Genuss und die Wirkung von Wildpflanzen. Viele Krankheiten heilten sie mit Kräutern, auch wenn sie damals über die Wirkstoffe im Detail nicht viel wussten. Sie beobachteten und lernten durch Erfahrung und Anwendung. Dieses alte Wissen steckt in vielen Kräuterbüchern und war lange Zeit in Vergessenheit geraten. In unserer schnelllebigen Zeit, in der viele von uns der Zeit hinterherlaufen als im Hier und Jetzt zu leben, ist der Griff zur synthetisch hergestellten Arznei schnell getan. Wir sollten uns besinnen und innehalten. Ein passendes Kraut für die Zubereitung von Tee, Tinkturen oder Umschläge zu sammeln, kann jeder lernen und es macht Spaß. Das meiste, was wir brauchen um gesund zu bleiben, finden wir in der Natur: Ruhe, Gelassenheit und viele Pflanzen.

Gern teile ich meine Freude an den Pflanzen mit anderen. Ich werde die neu gegründete AG „Junge Naturfreunde“ in Wildpark-West unterstützen. Im kommenden Jahr möchte ich auch für Erwachsene eine Exkursionsreihe und Bestimmungsübungen anbieten. Wer Pflanzen kennen- und bestimmen lernen möchte, kann sich gern bei mir melden:

E-Mail: kontakt@naturschutzkonzepte.de
Telefon: 03327 5670214

Dr. Beate Gall
Dr. Beate Gall

Autorin Dr. rer. nat. Beate Gall, Dipl.-Ing. Landschaftsnutzung und Naturschutz, geboren 1977 in Neubrandenburg. Lebt seit 2016 mit ihrem Partner und ihren zwei Kindern in Werder. Zuvor war sie zwölf Jahre in Geltow zuhause.

Hinaus in die Natur!

Junge Naturforscher werden 
im neuen Schuljahr um 
Wildpark-West unterwegs sein.

Wie „Kolumbus auf der Havel“ einmal selbst auf Expedition gehen, um etwas Neues zu entdecken? Oder auf den Spuren Alexander von Humboldts oder Johann Georg Forsters zu wandeln, wer hat als Kind nicht schon einmal selbst davon geträumt?

Große und kleine Tiere beobachten, Baumarten, Pflanzen und Gräser bestimmen, protokollieren, zeichnen und eigene Berichte über das Erlebte verfassen: So wie vor mehreren hundert Jahren die berühmten Entdecker und Wissenschaftler die Welt bereisten und Unbekanntes fanden, soll es nun auch für unsere jungen Naturfreunde im Kleinen bald möglich sein.

Ob Wanderungen durchs Golmer Luch, zu den Entenfängerseen, durch den Wildpark, an und auf die Havel oder zu den Feuchtwiesen vor der Waldsiedlung. Für alle Schulkinder der Gemeinde Schwielowsee besteht mit Beginn des neuen Schuljahres dazu die Möglichkeit. Unter der Anleitung von Fachleuten sollen sich unsere Jüngsten dabei altersgerecht mit Themen der Artenvielfalt, des Natur- und Klimaschutzes sowie der ökologischen Waldbewirtschaftung beschäftigen können. Sie sollen ihr in der Schule erworbenes Wissen anwenden und vertiefen und dabei lernen, dass wir sorgsam mit der uns vertrauten Umwelt umgehen sollten.

AG „Junge Naturfreunde“

Jede Woche donnerstags von 14.30–17.00 Uhr.

Treffpunkt:

Bürgerclub Wildpark-West
Zum Birkengrund 7a
14548 Schwielowsee/Wildpark-West
für alle Schulkinder der  Klassenstufen 1–6, kostenfrei.
Anmeldungen per E-Mail: naturfreunde-wildpark-west@email.de
Telefon: 01577 6830971 oder über die Schulen.

Eine Kooperation von Bürgerinitiative „Waldsiedlung Wildpark-West“, Naturschutzkonzepte Dr. Beate Gall, Meusebach-Grundschule Geltow und Naturschutzjugend Brandenburg

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