Die Jakobsbuche im Fichtenweg

Die Jakobsbuche im Fichtenweg
„Ordre an die Mittel-Märkische Amts-Cammer, daß die jungen Ehe-Leute Bäume pflantzen, und ehender nicht copulieret werden sollen.“

Anweisungen zur Anpflanzung von Bäumen von Kurfürst Friedrich III., König in Preußen, Friedrich I. aus dem Jahr 1709

Die Jakobsbuche im Fichtenweg

VON ULLRICH TIETZE

Wann war ich eigentlich das letzte Mal an der alten „Hubertuseiche“ im Wildpark? Muss schon eine Weile her sein.

An die 650 Jahre Erfahrungen

Ist der alte Baum nach dem Blitzschlag noch kräftig genug, um mir weitere Geschichten erzählen zu können? An die 650 Jahre Erfahrungen, was hat er nicht alles erlebt.
Wenn man sich zu der Eiche setzt und sich Zeit nimmt, erfährt man von den Bäumen in unserem Wildpark. Man erfährt, von Ochsenkarren die durch den Wald zogen. Rad und Deichsel waren noch aus dem Holz des Waldes gemacht, dessen Eicheln der Ochse genüsslich verspeiste. Später, als man mit Pferd und Reisekutsche durch den Wildpark fuhr, waren sie als Reisetruhen aufgeschnallt. Und noch später, als die ersten Züge auf den Gleisen von Berlin nach Magdeburg am Waldesrand vorbei fuhren, dienten sie mit ihrem Holz als Futter für die Lokomotive, um für die Fahrt ordentlich Dampf zu erzeugen. Und heute, frage ich? Wo kann ich dich in der Blechkarosse, die hier auf der Straße vorbeirasen, erkennen? Die Eiche erzählt mir von ihren Vätern und dessen Vätern, die heute als Öl unsere Motoren schmieren.

„Jakobsbuche“ & „Gretakastanie“

Ja, das alles hat die Eiche mit erlebt in diesem wunderbaren Wald, hier im Wildpark. Oft bin ich schon durch den Wildpark gelaufen, habe Pilze gesammelt oder von den Beeren genascht, ich möchte, dass dies weiterhin so bleibt. Ich frage die Eiche, was ich für sie tun kann nach dem Blitzschlag. Aber sie antwortet mir: „Für mich nichts mehr, ich bin getroffen“. Nach Minuten der Besinnung…

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