Die Villenkolonie und ihre Umgebung

Die Villenkolonie und ihre Umgebung

Unweit der Kulturhauptstadt Potsdam und der Metropole Berlin ist die Gemeinde Schwielowsee. Mit den Ortsteilen Caputh, Ferch und Geltow (Wildpark-West gehört zum Ortsteil Geltow) ist eine Region mit bemerkenswert hoher Lebensqualität und auch immer eine Entdeckungsreise wert.

Eine Landschaft, von der sich seit jeher berühmte Dichter, Künstler und Wissenschaftler haben inspirieren lassen.
Die reizvolle Natur rund um den See und charmante Orte mit einer spannender Geschichte laden zu Radtouren direkt am Wasser entlang, Wanderungen durch Wälder oder einer Bootstour auf dem Schwielowsee ein um die Natur genießen.
Kulturelle Highlights der Gemeinde sind unter anderem das Barockschloss oder Albert-Einstein-Ausstellungen in Caputh, der Havelländischen Malerkolonie und Obstkistenbühne in Ferch oder das aktive Handweberei-Museum in Geltow.

Geltow – 1025-jähriger Geschichte

Geltow wurde schon im Jahr 993 erstmals erwähnt. Auch Fontane schwärmte bei seinem Aufenthalt in Baumgartenbrück von den „Brühl’schen“ Terrassen am Schwielowsee. Die Uferpromenade bietet wundervolle Ausblicke auf den See und die Inselstadt Werder (Havel).

Baumalleen und bunte Vogelwelt

Im alten Ortskern von Geltow gegenüber der Kirche, die mit bunten Dachziegeln gedeckt ist, befindet sich das „Aktive Museum Handweberei Henni-Jaensch-Zeymer“ in einem kleinen Weberhaus. In der Werkstatt stehen über 200 Jahre alte Webstühle, auf denen alte Webtechniken demonstriert werden. Geschmackvolle Handwebereierzeugnisse kann man hier erwerben. Von dort führt die Straße, von alten Bäumen gesäumt, in den Gemeindeteil Wildpark-West.
Vorbei an weitläufigen Wiesen, von den alten Geltowern als „Geltows Sibirien“ bezeichnet, findet man hier mannigfache Möglichkeiten, die bunte Vogelwelt der Umgebung zu beobachten. Raubvögel ziehen hier ihre Kreise und ein vielstimmiger Chor von Vögeln bringt die Landschaft im Frühsommer zum Klingen. Auch die Graureiher, die Jahr für Jahr im Wildpark nahe Geltow brüten (im Jahr 2000 238 Brutpaare!) kann man hier häufig antreffen. Und schließlich sieht man auf wechselnden Wiesenarealen Rinder und Pferde weiden, eine immer wieder erfreuliche Idylle seit man wiederentdeckt hat, dass Kühe auch Gras fressen.

Reizvoller Haltepunkt für Wasserwanderer

Nun nähert man sich der Waldsiedlung Wildpark-West, ein Wohn- und Erholungsgebiet von hohem Wert mit geschmackvollen Häusern und gepflegten Gärten. Der Gemeindeteil ist gesäumt von Eichen und Kastanienbäumen und hat noch reichen Kiefernbestand. Das Herzstück an nahezu ursprünglicher Natur bildet der Werdersche Damm mit seinen alten Ulmen, die ihn von beiden Seiten wie ein Dach überspannen und den Eindruck vermitteln, man bewege sich in einem grünen, lichtdurchfluteten Tunnel. Links und rechts davon befinden sich Torfstichteiche mit reicher Flora und zahlreichen Wasservogelarten. Der üppige Seerosenwuchs erfreut das Auge besonders zur Blütezeit.

Privatwald der Hohenzollern

Der heutige Gemeindeteil Wildpark-West ist aus der in den 1930er Jahren aus einem Privatwald der Hohenzollern entstandenen Villenkolonie hervorgegangen. Das seit 1864 in königlichem Privateigentum befindliche Gallin wurde als Erweiterung des Jagdgebietes Wildpark bis zum Ufer der Havel um 1885 herum aufgeforstet und in Baumschulen von Kiefern, Eichen und Birken aufgeteilt. Dieser Vorgang hielt bis circa 1910 an bzw. wurde mit Beginn des 1. Weltkrieges eingestellt. Die Zugänge zum Vorwerk Gallin waren vier Alleen mit prächtigen Bäumen.

Um der nach dem 1. Weltkrieg drohenden Enteignung von Grund und Boden zu entgehen wurde, beginnend in den 1920er Jahren, der Privatwald der Hohenzollern durch die Märkische Wochenendgesellschaft als Villensiedlung parzelliert und verkauft. So entstand im Laufe eines Jahrzehnts die Waldsiedlung Wildpark-West, deren erste Wohnhäuser (seit 2009 neun Häuser unter Denkmalschutz stehend) ab dem Jahr 1933 errichtet wurden.

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